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BARF und Keime: Ist rohes Fleisch wirklich gefährlich?

BARF und Keime: Ist rohes Fleisch wirklich gefährlich?

BARF und Keime: Ist rohes Fleisch wirklich gefährlich?

Wenn es um die Ernährung unserer Hunde geht, wollen wir alle nur das Beste. Und für viele bedeutet das: BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Aber immer wieder hört man kritische Stimmen: „Rohes Fleisch ist voller gefährlicher Keime!“, „BARF kann Hunde und sogar Menschen krank machen!“ – Stimmt das wirklich? Oder ist das nur Panikmache?

Lass uns das Ganze einmal ganz genau und wissenschaftlich fundiert, aber auch ganz alltagsnah betrachten. Denn eines ist sicher: Keime gibt es überall – aber das heißt nicht, dass BARF gefährlich ist!


1. Fleisch & Keime – eine ganz normale Sache

Ja, es stimmt: Fleisch ist niemals keimfrei, egal ob es für Menschen oder Hunde bestimmt ist. Das ist ganz natürlich! Es gibt harmlose Mikroorganismen, aber eben auch welche, die Probleme machen können – vor allem, wenn Hygienevorschriften nicht eingehalten werden.

👀 Aber jetzt mal ehrlich: Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie viele Keime auf einem rohen Hähnchenbrustfilet aus dem Supermarkt sind? Oder auf dem Steak, das du dir auf den Grill legst? Die Antwort: Eine ganze Menge! Trotzdem essen wir es – weil wir wissen, wie man sicher damit umgeht.

🔎 Und was sagt die Wissenschaft?

  • Eine Studie der Universität Zürich (2019) hat gezeigt, dass viele BARF-Produkte Enterobakterien und antibiotikaresistente Keime enthalten können.

  • ABER: Eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt, dass bis zu 50 % des Geflügelfleischs im Supermarkt mit Campylobacter-Bakterien belastet sind.

  • Fazit? Fleisch für Menschen ist auch nicht keimfrei!

Es ist also nicht fair, zu behaupten, dass BARF-Fleisch automatisch „dreckiger“ oder gefährlicher sei als das, was wir selbst essen. Es kommt auf die Qualität an!


2. BARF ist nicht gleich BARF – Warum die Herkunft entscheidend ist

Hier liegt der eigentliche Knackpunkt: Nicht jedes BARF-Fleisch ist hochwertig!

Während hochwertiges BARF-Fleisch von geprüften Betrieben stammt, gibt es leider auch Produkte aus zweifelhaften Quellen, die minderwertiges Fleisch oder sogar Abfälle enthalten. Und genau das ist das Problem!

❌ Billige BARF-Produkte können:

  • Keime enthalten, die durch schlechte Lagerung oder Verarbeitung entstanden sind.

  • Altes oder minderwertiges Fleisch beinhalten, das kaum Nährstoffe hat.

  • Keine ausreichenden Qualitätskontrollen durchlaufen haben.

💡 Die Lösung? DLG-zertifiziertes Fleisch!


3. Was ist das DLG-Zertifikat – und warum ist es so wichtig?

Das DLG-Zertifikat (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ist eine der wichtigsten Qualitätsauszeichnungen für Lebensmittel in Deutschland – und das gilt nicht nur für Fleisch für den Menschen, sondern auch für Tierfutter!

🔥 Ein DLG-Zertifikat bedeutet:
Strenge Hygienekontrollen – Kein Platz für gefährliche Keime!
Rückverfolgbarkeit – Du weißt genau, wo das Fleisch herkommt.
Regelmäßige Labortests – Damit du sicher sein kannst, dass dein Hund nur das Beste bekommt.
Minimierung von Antibiotikarückständen – Keine ungewollten Medikamente im Napf deines Hundes!

Kurz gesagt:
🐶 DLG-zertifiziertes BARF ist genauso sicher wie das Fleisch, das wir Menschen essen.

Aus diesem Grunde gibt es in meinem Natur Pfoten Lädchen das Fleisch von Barfer´s Wellfood und auch in meinen Ernährungsplänen empfehle ich dieses gern. Denn Barfers ist aktuell der einzige BARF-Hersteller, dessen Produktion seit 2019 durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) prozesszertifiziert ist. Diese Zertifizierung bestätigt die Einhaltung strenger Hygienestandards um höchste Qualität zu garantieren. Und genau das sollte auch dein Anspruch sein!


4. BARF sicher füttern – so geht’s richtig!

Jetzt mal ganz praktisch: Wie kannst du BARF sicher füttern, ohne dir Sorgen um Keime zu machen?

Nur Fleisch aus geprüften Quellen kaufen (DLG-zertifizierte Anbieter bevorzugen).
Kühlkette einhalten – Fleisch niemals zu lange ungekühlt stehen lassen!
Hygienische Verarbeitung – Eigene Schneidebretter und Messer nur für BARF nutzen.
Hände waschen! Klingt banal, ist aber superwichtig.
Futternapf täglich reinigen, damit sich keine Bakterien ansammeln.

💡 Tipp: Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du das Fleisch kurz einfrieren oder leicht erhitzen – viele Keime sterben dadurch ab, ohne dass wichtige Nährstoffe verloren gehen.


5. Fazit: Ist BARF gefährlich oder nicht?

🔬 Die Wissenschaft zeigt klar:

  • Ja, BARF kann Keime enthalten – aber das gilt auch für Fleisch für Menschen!

  • Hochwertiges BARF mit DLG-Zertifikat ist sicher und kann problemlos gefüttert werden.

  • Die Qualität des Fleisches ist entscheidend – wer Billigprodukte kauft, geht ein Risiko ein.

  • Mit der richtigen Hygiene gibt es keinen Grund zur Sorge!

BARF ist eine fantastische Ernährungsweise für Hunde – aber nur, wenn man es richtig macht.
Wenn du auf Qualität achtest und verantwortungsbewusst mit Fleisch umgehst, kannst du deinen Hund mit sicherem, gesundem und natürlichem Futter versorgen.

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