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Immunsystem des Hundes im Herbst

Immunsystem des Hundes im Herbst

Das Immunsystem beim Hund – warum „viel hilft viel“ der falsche Ansatz sein kann

Das Immunsystem deines Hundes ist kein einzelnes Organ. Es ist ein hochkomplexes Netzwerk aus Zellen, Geweben, Botenstoffen und Barrieren, das ständig entscheiden muss:

Was gehört zu meinem Körper – und was könnte gefährlich werden?

Dabei sollten wir aber nicht vergessen, dass nicht das möglichst „aktive“ Immunsystem das Ziel ist, sondern ein angemessen reguliertes Immunsystem.

Wenn der Herbst kommt, merke ich in meiner Arbeit mit Hunden sehr oft, das viele kleine und große Beschwerden dann plötzlich wieder aufploppen.

Der Kot wird weicher.
Die Ohren melden sich.
Der Hund kratzt sich mehr.
Manche Hunde wirken müder, empfindlicher oder „irgendwie nicht ganz rund“.
Und bei einigen häufen sich kleine Infekte, Schleimhautsymptome oder Magen-Darm-Probleme.

Viele Hundehalter kommen dann mit der Frage zu mir:

„Was kann ich meinem Hund geben, damit sein Immunsystem stärker wird?“

Und genau hier beginnt für mich die wichtige Unterscheidung.

Denn ein belastbares Immunsystem entsteht nicht durch einen einzelnen Immun-Booster. Es entsteht auch nicht dadurch, dass man möglichst viele Zusätze kombiniert.

Ein gesund arbeitendes Immunsystem braucht eine stabile Basis:

  • eine passende Ernährung
  • einen möglichst ruhigen Darm
  • gesunde Schleimhäute
  • ausreichend Regeneration
  • eine gute Versorgung mit Nährstoffen
  • und, wenn nötig, gezielte Unterstützung aus Phytotherapie, Mykotherapie und Aromatherapie

Ich arbeite naturheilkundlich – aber nicht esoterisch. Für mich bedeutet Naturheilkunde nicht „irgendetwas Natürliches geben und hoffen“. Es bedeutet: genau hinschauen, Zusammenhänge verstehen und Maßnahmen wählen, die zum Hund, zur Symptomatik und zur Belastbarkeit des Körpers passen.

Gerade im Herbst ist das besonders wichtig.


Der Herbst fordert das Immunsystem deines Hundes 

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Der Herbst ist für den Körper deines Hundes eine Umstellungszeit.

Die Temperaturen schwanken stark. Morgens ist es kalt und feucht, mittags manchmal noch mild, abends wieder kühl. Viele Hunde werden beim Spaziergang nass, liegen häufiger auf kalten Böden oder trocknen nach dem Gassi nicht richtig durch.

Dazu kommen weitere Faktoren:

  • Fellwechsel kostet Energie und Nährstoffe.
  • Die Tage werden kürzer.
  • Viele Hunde bewegen sich weniger frei als im Sommer.
  • Feuchtigkeit belastet Haut, Pfoten und Schleimhäute.
  • Das Immunsystem kommt vermehrt mit Umweltreizen und Erregern in Kontakt.
  • Sensible Hunde reagieren schneller auf Stress und Wetterwechsel.

Für einen stabilen Hund ist das oft kein Problem.

Aber wenn der Darm schon länger empfindlich ist, die Haut immer wieder reagiert, die Ohren chronisch ein Thema sind oder die Fütterung nicht optimal passt, kann der Herbst wie ein Verstärker wirken.

Dann wird sichtbar, was im Körper vielleicht schon länger unterschwellig belastet war.

Das Immunsystem ist kein einzelner Schalter

Das Immunsystem wird oft so beschrieben, als könne man es einfach „stärken“ oder „hochfahren“. So einfach ist es aber nicht. Ein gutes Immunsystem muss nicht möglichst stark reagieren. Es muss passend reagieren. Es soll Erreger erkennen, ohne überzureagieren. Es soll Entzündungen regulieren, ohne den Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft zu halten. Es soll unterscheiden können, was gefährlich ist und was nicht. Dafür braucht es Balance. Ein dauerhaft überreiztes Immunsystem ist genauso problematisch wie ein geschwächtes. Gerade bei Hunden mit Allergieneigung, chronischem Juckreiz, Darmproblemen oder wiederkehrenden Ohrenentzündungen geht es deshalb nicht darum, das Immunsystem blind anzuschieben.

Es geht darum, die Regulation zu unterstützen.


Der Darm: ein zentraler Ort der Immunarbeit

Ein großer Teil der Immunregulation findet an den Schleimhäuten statt. Und eine der wichtigsten Schleimhäute liegt im Darm. Der Darm ist viel mehr als ein Verdauungsrohr. Er ist eine riesige Kontaktfläche zwischen Außenwelt und Körperinnerem. Alles, was dein Hund frisst, kommt dort an. Gleichzeitig leben im Darm Milliarden Mikroorganismen – das sogenannte Mikrobiom.

Mit Mikrobiom meint man die Gesamtheit der Bakterien, Pilze und anderen Kleinstlebewesen, die im Darm leben. Diese Mikroorganismen beeinflussen unter anderem:

  • Verdauung
  • Nährstoffverwertung
  • Schleimhautschutz
  • Entzündungsregulation
  • Immunreaktionen
  • Stoffwechselprodukte wie kurzkettige Fettsäuren

Kurzkettige Fettsäuren entstehen, wenn bestimmte Darmbakterien Ballaststoffe abbauen. Sie können die Darmschleimhaut ernähren und zur Stabilität der Darmbarriere beitragen. Die Darmbarriere ist die Schutzschicht, die entscheidet, was aus dem Darm in den Körper aufgenommen wird – und was draußen bleiben soll.

Ist diese Barriere gereizt oder geschwächt, kann der Körper schneller in Alarmbereitschaft geraten. Das kann sich im Darm zeigen, aber auch an anderen Stellen.

Zum Beispiel durch:

  • weichen Kot
  • Durchfall
  • Schleim im Kot
  • Blähungen
  • häufiges Grasfressen
  • Schmatzen oder Übelkeit
  • Juckreiz
  • Pfotenlecken
  • Ohrenprobleme
  • Hautirritationen
  • Unverträglichkeiten
  • erhöhte Infektanfälligkeit

Der wichtige Gedanke in meinen Augen ist:

Wenn dein Hund im Herbst „immunempfindlich“ wirkt, lohnt sich fast immer auch ein Blick auf den Darm.

Nicht, weil jeder Hund ein Darmproblem hat. Sondern weil Darm, Schleimhäute und Immunsystem eng miteinander verbunden sind.


Was du zu Hause beobachten kannst

Bevor man über Zusätze nachdenkt, lohnt sich eine einfache Beobachtungsphase.

Nimm dir 7 bis 10 Tage Zeit und achte bewusst auf deinen Hund.

Beobachte den Kot

Der Kot ist einer der besten Alltagsmarker.

Achte auf:

  • Konsistenz
  • Farbe
  • Geruch
  • Häufigkeit
  • Schleim
  • unverdaute Futterbestandteile
  • sehr große Kotmengen
  • wechselnde Konsistenzen
  • Kotabsatz mit Pressen oder Unruhe

Ein einmalig weicher Kot ist nicht automatisch schlimm. Wenn es aber immer wieder passiert, zeigt der Körper dir etwas.

Beobachte Haut und Ohren

Haut und Ohren reagieren häufig mit, wenn im Körper Entzündungs- oder Regulationsprozesse laufen.

Achte auf:

  • Rötungen
  • vermehrtes Kratzen
  • Pfotenlecken
  • Kopfschütteln
  • unangenehmen Ohrgeruch
  • wiederkehrende Ohrenentzündungen
  • trockene oder schuppige Haut
  • Hotspots
  • Fellveränderungen

Wichtig: Haut- und Ohrenprobleme sollten nicht nur äußerlich betrachtet werden. Pflege kann sinnvoll sein, aber wiederkehrende Beschwerden brauchen immer einen Blick auf Fütterung, Darm, Allergien, Umweltreize und mögliche Grunderkrankungen.

Beobachte Energie und Regeneration

Manche Hunde werden im Herbst nicht sichtbar krank. Sie wirken nur weniger belastbar.

Achte auf:

  • schnellere Müdigkeit
  • längere Erholungsphasen
  • weniger Spielfreude
  • stärkere Empfindlichkeit nach nassen Spaziergängen
  • mehr Schlafbedarf
  • Reizbarkeit oder Unruhe

Auch das kann ein Hinweis sein, dass der Körper gerade mehr Ressourcen braucht.


Ernährung: Die wichtigste Grundlage

Wenn ich über Immununterstützung spreche, beginne ich immer bei der Ernährung. Nicht, weil Futter jedes Problem löst. Sondern weil Futter jeden Tag Einfluss auf deinen Hund nimmt. Ein Hund kann gute Zusätze bekommen – wenn die Grundfütterung nicht passt, kommen die nicht dort an wo sie ankommen sollen und der Körper bleibt trotzdem belastet.

Dabei geht es nicht nur darum, ob ein Futter „hochwertig“ ist. Entscheidend ist, ob es zu genau diesem Hund passt.

Fragen, die du dir stellen kannst:

  • Verdaut mein Hund sein Futter gut?
  • Ist der Kot überwiegend stabil?
  • Gibt es Blähungen?
  • Gibt es häufig Schleim im Kot?
  • Werden Haut und Ohren unter diesem Futter ruhiger oder unruhiger?
  • Passt die Energieversorgung?
  • Passt die Futtermenge?
  • Gibt es sehr viele Leckerchen, Kauartikel oder wechselnde Extras?
  • Hat mein Hund bekannte Unverträglichkeiten?
  • Wurde die Fütterung in letzter Zeit häufig verändert?

Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Viele empfindliche Hunde bekommen ständig kleine Änderungen: hier ein neues Leckerchen, dort ein anderes Öl, dann ein neues Pulver, dann noch ein anderer Kauartikel. Es reicht schon manchmal wenn Du nur den Anbieter wechselst, denn selten sind die Zusammensetzungen identisch. Für einen stabilen Hund ist das oft kein Problem. Für einen empfindlichen Darm kann es zu viel werden.

Praktischer Tipp

Wenn dein Hund sensibel reagiert, führe ein kleines Futter- und Symptomtagebuch. Ich hab hier mal eine Vorlage für dich verlinkt: KLICK

Notiere für 10 bis 14 Tage:

  • Hauptfutter
  • Leckerchen
  • Kauartikel
  • Zusätze
  • Kotqualität
  • Juckreiz
  • Ohren
  • Bauchgeräusche
  • Grasfressen
  • besondere Stresssituationen
  • Wetter oder starke Nässe/Kälte

Oft erkennt man dadurch Muster, die im Alltag untergehen.


Welche Nährstoffe das Immunsystem braucht

Das Immunsystem arbeitet nicht aus dem Nichts. Es braucht Nährstoffe.

Wichtig sind unter anderem:

  • hochwertige Proteine für Gewebe, Enzyme und Immunzellen
  • essenzielle Fettsäuren, besonders Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA
  • Zink für Haut, Schleimhäute und Immunfunktion
  • Selen als Bestandteil antioxidativer Schutzsysteme
  • B-Vitamine für Stoffwechsel und Schleimhäute
  • Ballaststoffe zur Unterstützung nützlicher Darmbakterien
  • ausreichend Energie, damit der Körper nicht dauerhaft im Defizit arbeitet

Omega-3-Fettsäuren sind besonders interessant, weil sie an der Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt sind. Beim Hund werden sie unter anderem im Zusammenhang mit Haut, Gelenken und entzündlichen Prozessen untersucht.

Aber auch hier gilt: Nicht jeder Hund braucht automatisch ein Öl. Qualität, Dosierung, Verträglichkeit, Erkrankungen und Medikamente spielen eine Rolle. Mehr ist nicht automatisch besser.


Der häufigste Fehler: zu viel auf einmal

Wenn ein Hund im Herbst empfindlicher wird, möchten viele Hundehalter schnell helfen. Das ist absolut nachvollziehbar. Aber häufig passiert dann Folgendes:

Ein neues Immunpulver.
Dazu Probiotika.
Dazu Kräuter.
Dazu Öl.
Dazu Vitalpilze.
Dazu noch ein neues Futter.

Und nach zwei Wochen weiß niemand mehr, was geholfen hat – oder was den Hund noch mehr durcheinandergebracht hat. Deshalb ist mein einfacher Grundsatz: Immer nur eine Veränderung zur gleichen Zeit.

So kannst du besser erkennen, wie dein Hund reagiert. Bei empfindlichen Hunden ist es oft sinnvoller, langsam und klar Step by Step vorzugehen, statt möglichst viel gleichzeitig zu geben.


Kräuterleins können eingesetzt werden... aber bitte mit Verstand

Kräuter für deinen Hund

Dabei nutzt man bestimmte Pflanzen oder Pflanzenteile mit wirksamen Inhaltsstoffen. Das können zum Beispiel sein:

  • Schleimstoffe
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • ätherische Ölbestandteile
  • Saponine

Wichtig ist: Nicht alle Pflanzen sind automatisch harmlos. Auch sie können Nebenwirkungen haben, Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen oder für bestimmte Hunde ungeeignet sein. Aber... Trotzdem können Pflanzen in meinen Augen eine sehr wertvolle Unterstützung sein, wenn sie passend eingesetzt werden.

MEIN TIPP: Schleimstoffpflanzen im Herbst

Schleimstoffpflanzen können gereizte Schleimhäute unterstützen. Sie bilden eine Art schützenden Film. Beispiele sind:

  • Eibischwurzel
  • Malve
  • Ulmenrinde

Sie werden häufig im Magen-Darm-Bereich eingesetzt, wenn Schleimhäute empfindlich sind. Wichtig: Schleimstoffe können die Aufnahme von Medikamenten beeinflussen. Deshalb sollte immer ein zeitlicher Abstand zu Medikamenten eingehalten werden.


Was man auch unterstützend einsetzen könnte - Schwammerl...

Schwammerl für deinen Hund

Viele Vitalpilze enthalten Beta-Glucane. Das sind komplexe Kohlenhydrate, die mit bestimmten Immunzellen interagieren können.

Wichtig ist der Begriff immunmodulierend.

Das bedeutet: regulierend unterstützen – nicht einfach das Immunsystem „hochpushen“.

MEINE FAVORITEN: Reishi, Shiitake, Hericium und Cordyceps

Bei allen Vitalpilzen ist es mir wichtig: Sie sollten immer individuell ausgewählt werden und niemals pauschal einfach so mal gegeben werden.

Besondere Vorsicht ist wichtig bei:

  • Autoimmunerkrankungen
  • immunsuppressiven Medikamenten
  • schweren Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Trächtigkeit
  • Welpen
  • sehr empfindlichen Hunden
  • Tumorerkrankungen ohne tierärztliche Begleitung

Auch die Qualität ist entscheidend. Achte auf geprüfte Rohstoffe, klare Deklaration und eine sinnvolle Auswahl zwischen Pulver und Extrakt.


So ne duftende Kerze hat doch auch was... Aromatherapie beim Hund: weniger ist mehr

Aromatherapie kann beim Hund unterstützend eingesetzt werden – aber sie braucht besonders viel Sorgfalt. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenstoffe. Sie sind nicht harmlos, nur weil sie natürlich sind. Hunde haben eine sehr empfindliche Nase. Ein Duft, der für uns angenehm ist, kann für den Hund bereits viel zu intensiv sein. Aromatherapie eignet sich nicht dazu, Infekte zu behandeln oder medizinische Diagnostik zu ersetzen. Sie kann aber begleitend helfen, eine ruhige Atmosphäre zu schaffen und Stress zu reduzieren. Und Stress ist ein wichtiger Faktor, weil er Verdauung, Schleimhäute und Immunregulation beeinflussen kann.

Sicherheitsregeln die du aber bedenken solltest:

Wenn ätherische Öle bei Hunden eingesetzt werden, dann nur sehr vorsichtig:

  • niemals unverdünnt auftragen
  • keine orale Gabe ohne fachliche Begleitung
  • nie an Nase, Augen, Schleimhäute oder Genitalbereich
  • immer stark verdünnen
  • nur kurzzeitig diffundieren
  • der Hund muss den Raum verlassen können
  • nicht bei Atemnot oder schweren Atemwegserkrankungen
  • besondere Vorsicht bei Welpen, Senioren, trächtigen Hündinnen, Epilepsie, Leber- oder Nierenerkrankungen

Beim Hund gilt wirklich:

Dezent ist besser als deutlich riechbar.


MEIN TIPP: Was du im Herbst konkret tun kannst

Hier sind einfache Punkte, die du direkt umsetzen kannst.

1. Den Hund nach nassen Spaziergängen gut trocknen

Gerade kurzhaarige, ältere, sehr junge oder empfindliche Hunde sollten nach feuchten Spaziergängen nicht lange nass liegen.

Trockne Bauch, Brust, Pfoten und Ohrenbereich gut ab.

2. Für warme Liegeplätze sorgen

Kalte Böden können für empfindliche Hunde unangenehm sein. Ein trockener, zugfreier Liegeplatz ist im Herbst oft sehr hilfreich. Und japp ich heize meinen Ridgebacks bereits den Kachelofen an...

3. Futter und Extras vereinfachen

Wenn dein Hund sensibel reagiert, reduziere unnötige Wechsel. Weniger verschiedene Kauartikel, weniger neue Extras, weniger Durcheinander. Never Change a Winning Team... oft ist weniger mehr unf ich bin mir sicher, dein Hund freut sich auch über ein liebes Wort oder eine Runde gemeinsames rumalbern.

4. Kot bewusst beobachten

Nicht nur bei Durchfall. Auch wechselnde Konsistenz, Schleim, starker Geruch oder sehr große Kotmengen können Hinweise geben, dass etwas mit dem Immunsystem nicht paast.

5. Ruhe ernst nehmen

Regeneration ist kein Luxus. Schlaf und Erholung sind wichtig für Immunfunktion, Stressregulation und Verdauung. Also lass gern mal alle 4re grade sein... besonders dann wenn es draußen regnet und stürmt.

6. Nicht jedes Symptom sofort mit Zusätzen überdecken

Wiederkehrende Symptome sind Hinweise. Wenn du sie nur mit einem Pülverchen hier und einem Mittelchen da überdeckst, findest du die Ursache nicht.

7. Veränderungen langsam einführen

Egal ob Futter, Öl, Kräuter oder Probiotikum: Gib dem Körper Zeit und beobachte die Reaktion. Ich sage immer 2-3 Tage und dann langsam steigern.


Kleine Herbst-Checkliste für deinen Hund

Diese Fragen kannst du dir einmal pro Woche stellen:

  • Ist der Kot meines Hundes stabil?
  • Gibt es Schleim, Blähungen oder Bauchgeräusche?
  • Kratzt sich mein Hund mehr als sonst?
  • Riechen oder jucken die Ohren?
  • Leckt mein Hund vermehrt die Pfoten?
  • Wirkt mein Hund müder oder empfindlicher?
  • Hat sich am Futter etwas verändert?
  • Gab es neue Leckerchen, Kauartikel oder Zusätze?
  • War mein Hund häufig nass oder ausgekühlt?
  • Bekommt er genug Ruhe?
  • Gibt es Symptome, die immer wiederkommen?

Wenn du mehrere Fragen mit Ja beantwortest, lohnt es sich, genauer hinzuschauen – nicht panisch, sondern aufmerksam. Der wichtigste Schritt ist, deinen Hund genau zu beobachten und die Signale seines Körpers ernst zu nehmen.

Denn wenn du erkennst, was deinen Hund belastet, kannst du viel gezielter helfen.


Quellen und wissenschaftliche Grundlagen die ich für diesen Blog Beitrag genutzt habe.
  • Pilla R, Suchodolski JS. The Role of the Canine Gut Microbiome and Metabolome in Health and Gastrointestinal Disease. Frontiers in Veterinary Science. 2020.
  • Swanson KS et al. Phylogenetic and gene-centric metagenomics of the canine intestinal microbiome reveals similarities with humans and mice. The ISME Journal. 2011.
  • Craig JM. Atopic dermatitis and the intestinal microbiota in humans and dogs. Veterinary Medicine and Science. 2016.
  • Bauer JE. Therapeutic use of fish oils in companion animals. Journal of the American Veterinary Medical Association. 2011.
  • Mueller RS et al. A systematic review of allergen-specific immunotherapy, antihistamines, fatty acids and other therapies for canine atopic dermatitis. Veterinary Dermatology. 2016.
  • Stuyven E et al. Yeast-derived beta-glucans and immune modulation in animals. Veterinary Immunology and Immunopathology. 2010.
  • Wernicki A et al. Effects of beta-glucans on the immune system of dogs. Polish Journal of Veterinary Sciences. 2016.
  • Oliveira DR et al. Ethnoveterinary medicine in Europe: scientific review of medicinal plants used for animals. Journal of Ethnopharmacology. 2012.
  • Wynn SG, Fougère BJ. Veterinary Herbal Medicine. Mosby Elsevier. 2007.
  • Lans C et al. Ethnoveterinary medicines used for dogs and cats in British Columbia, Canada. Journal of Ethnobiology and Ethnomedicine. 2008.
  • Genovese AG et al. Adverse reactions from essential oil-containing natural flea products exempted from Environmental Protection Agency regulations in dogs and cats. Journal of Veterinary Emergency and Critical Care. 2012.

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